Membranmaterial: PTFE

Druckluftmembranpumpen mit PTFE-Membran

PTFE (Polytetrafluorethylen) ist der Membranwerkstoff mit der breitesten chemischen Beständigkeit für Druckluftmembranpumpen. Wo Elastomere von Lösungsmitteln, konzentrierten Säuren oder aggressiven Chemikalien angegriffen werden, ist die PTFE-Membran meist die sichere Wahl. In dieser Kategorie finden Sie über 220 Versamatic Doppelmembranpumpen (AODD) mit PTFE-Membran, mit Gehäusen aus Aluminium, Edelstahl, Gusseisen, Polypropylen oder PVDF.

Was ist PTFE?

PTFE ist ein vollfluorierter Kunststoff. Die sehr stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung macht ihn gegen fast alle Chemikalien beständig. Er ist zudem antihaftend und nimmt praktisch keine Feuchtigkeit auf. PTFE ist allerdings weniger elastisch als Gummi. Deshalb wird die PTFE-Membran in AODD-Pumpen meist mit einer elastischen Stützmembran (Backup-Membran, z. B. aus Santoprene™ oder Neopren) kombiniert. Die Stützmembran nimmt die Biegebelastung auf, während die PTFE-Membran das Medium berührt.

Eigenschaften der PTFE-Membran

  • Chemische Beständigkeit: nahezu universell, auch gegen Lösungsmittel, konzentrierte Säuren und Laugen
  • Antihaftend: Medienreste haften kaum, leicht zu reinigen
  • Temperatur: breiter Einsatzbereich von der Kälte bis über 100 °C
  • Zweiteilige Bauweise: PTFE-Membran mit Stützmembran für ausreichende Flexibilität
  • Leistung: etwas geringere Förderleistung und Saughöhe als mit Elastomermembran
  • ATEX: zahlreiche Pumpen mit PTFE-Membran in ATEX-Ausführung

Technische Daten und Beständigkeit

Werkstoffart Polytetrafluorethylen (PTFE), Fluorkunststoff
Temperaturbereich Membran ca. -37 °C bis +104 °C*
Chemische Beständigkeit hervorragend
Abriebfestigkeit gut
Biegewechselfestigkeit mittel (daher mit Stützmembran)
Gut beständig gegen nahezu alle Säuren, Laugen, Lösungsmittel, Öle und Kraftstoffe
Nicht geeignet für Alkalimetallschmelzen, elementares Fluor und einige Fluorverbindungen
Einschränkungen Förderleistung und Trockensaughöhe geringer als mit Elastomermembran (z. B. bei der Ultra-Matic ca. 20 % weniger Förderleistung, Trockensaughöhe 3,05 m statt 6,1 m)
Lebensmittelkontakt nur Ausführungen mit Konformitätserklärung des Herstellers
Gehäusewerkstoffe Aluminium, vernickeltes Aluminium, Edelstahl, Gusseisen, Polypropylen, leitfähiges Polypropylen, PVDF

* Laut Herstellerangaben für die Membran. Die zulässige Betriebstemperatur der Pumpe richtet sich zusätzlich nach dem Gehäusewerkstoff. Pumpen mit Polypropylen-Gehäuse sind z. B. auf ca. 0 bis 82 °C begrenzt. Maßgeblich ist das Datenblatt der jeweiligen Pumpe.

Typische Anwendungen

  • Lösungsmittel, Verdünner und Reiniger
  • Konzentrierte Säuren und Laugen
  • Chemische und pharmazeutische Industrie
  • Lacke, Farben und Tinten auf Lösemittelbasis
  • Galvanik und Oberflächentechnik
  • Medien, die häufig wechseln (breite Beständigkeit)

Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es zahlreiche Pumpen mit PTFE-Membran als ATEX-Ausführung. Für Lebensmittel und Pharma bieten wir ausgewählte Ausführungen mit Konformitätserklärung an, siehe FDA-konformen Membranpumpen und Hygienepumpen.

Membranwerkstoffe im Vergleich

Membranwerkstoff Stärken Typische Medien
Santoprene™ (TPV) Abrieb, Standzeit, Preis Säuren, Laugen, Schlämme, Wasser
PTFE nahezu universelle chemische Beständigkeit Lösungsmittel, aggressive Chemikalien
EPDM Heißwasser, Witterung, Kälte verdünnte Säuren und Laugen, Ketone, Alkohole
Nitril (NBR) Öl- und Kraftstoffbeständigkeit Mineralöle, Diesel, Hydrauliköle
FKM hohe Temperaturen, aggressive Medien Kraftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, Säuren
Neopren (CR) preiswerter Allrounder nicht aggressive Medien, Wasser, Schlämme
Hytrel® (TPC) Abrieb, Kälteflexibilität abrasive Medien, Öle, Lebensmittel (FDA-Typen)

Welche Membran und welches Gehäuse zu Ihrem Medium passen, zeigt unser Beständigkeitstest. Ersatzmembranen aus PTFE erhalten Sie als Reparatursatz oder als Ersatzteil.

Häufige Fragen zur PTFE-Membran

Warum hat eine PTFE-Pumpe eine zweite Membran?
PTFE ist weniger elastisch als Gummi. Eine Stützmembran aus einem Elastomer liegt hinter der PTFE-Membran und nimmt die Biegebelastung auf. Nur die PTFE-Membran berührt das Fördermedium.

Fördert eine Pumpe mit PTFE-Membran weniger?
Ja, meist etwas. Förderleistung und Trockensaughöhe liegen unter den Werten mit Elastomermembran. Die genauen Werte stehen im Datenblatt der jeweiligen Pumpe.

Wann lohnt sich PTFE statt Santoprene™?
Immer dann, wenn Elastomere vom Medium angegriffen werden, etwa bei Lösungsmitteln, konzentrierten Säuren oder wechselnden Medien. Für wässrige und abrasive Medien ist Santoprene™ meist wirtschaftlicher.

Ist eine PTFE-Membran für Lebensmittel zugelassen?
Nur Ausführungen, für die der Hersteller eine Konformitätserklärung ausstellt. Bitte achten Sie auf den entsprechenden Hinweis beim Artikel oder fragen Sie uns.

Sie sind unsicher bei der Auswahl? Wenn Sie ein Filtermerkmal nicht kennen, überspringen Sie es einfach. Oder Sie nutzen den Pumpenfinder bzw. fragen unsere Experten.

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Hinweis: Die Angaben zur chemischen Beständigkeit und zu Temperaturbereichen sind allgemeine Richtwerte. Sie beruhen auf Herstellerangaben und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall. Die Beständigkeit hängt von Konzentration, Temperatur, Einwirkdauer und Medienmischung ab. Eine Gewähr für die Eignung im konkreten Anwendungsfall übernehmen wir nicht; im Zweifel beraten wir Sie gerne.

Santoprene™, Hytrel®, Viton™, Teflon™, Nordel™ und Neoprene sind Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier nur zur Bezeichnung des Werkstoffs verwendet. Versa-Matic®, Elima-Matic® und Versamatic® sind Marken der IDEX Corporation.

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Komplettes Produktangebot
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