Membranmaterial: EPDM

Druckluftmembranpumpen mit EPDM-Membran

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) ist ein Elastomer mit breitem Temperaturbereich und guter Beständigkeit gegen Wasser, Witterung und viele polare Chemikalien. Für Druckluftmembranpumpen ist EPDM die richtige Wahl bei heißem Wasser, verdünnten Säuren und Laugen, Alkoholen und Ketonen. In dieser Kategorie finden Sie über 70 Versamatic Doppelmembranpumpen (AODD) mit EPDM-Membran, mit Gehäusen aus Aluminium, Edelstahl, Gusseisen oder Polypropylen.

Was ist EPDM?

EPDM ist ein synthetischer Kautschuk aus Ethylen, Propylen und einem Dien. Seine gesättigte Hauptkette macht ihn sehr beständig gegen Ozon, UV-Strahlung, Alterung und Heißwasser. Weil EPDM unpolar ist, quillt es dagegen in Mineralölen, Fetten und Kraftstoffen stark auf.

Eigenschaften der EPDM-Membran

  • Breiter Temperaturbereich: von starker Kälte bis deutlich über 100 °C
  • Heißwasser: sehr gut geeignet für Warm- und Heißwasser
  • Polare Chemikalien: beständig gegen viele verdünnte Säuren und Laugen, Alkohole und Ketone
  • Alterungsbeständig: gegen Ozon, UV und Witterung
  • Gute Elastizität: hohe Saugleistung und lange Standzeit
  • Nicht für Öle: nicht beständig gegen Mineralöle, Fette und Kraftstoffe

Technische Daten und Beständigkeit

Werkstoffart Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Elastomer
Temperaturbereich Membran ca. -40 °C bis +138 °C*
Abriebfestigkeit gut
Biegewechselfestigkeit gut
Gut beständig gegen Wasser und Heißwasser, viele verdünnte Säuren und Laugen, Alkohole, Ketone, Glykole
Nicht geeignet für Mineralöle, Fette, Kraftstoffe, aliphatische, aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe
Lebensmittelkontakt Nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen
Gehäusewerkstoffe Aluminium, Edelstahl, Gusseisen, Polypropylen

* Laut Herstellerangaben für die Membran. Die zulässige Betriebstemperatur der Pumpe richtet sich zusätzlich nach dem Gehäusewerkstoff. Pumpen mit Polypropylen-Gehäuse sind z. B. auf ca. 0 bis 82 °C begrenzt. Maßgeblich ist das Datenblatt der jeweiligen Pumpe.

Typische Anwendungen

  • Warm- und Heißwasser, Kühlwasser
  • Verdünnte Säuren und Laugen
  • Alkohole, Ketone und Glykole
  • Wasseraufbereitung und Abwasser
  • Reinigungs- und Waschanlagen
  • Anwendungen im Außenbereich

Für explosionsgefährdete Bereiche gibt es zahlreiche Pumpen mit EPDM-Membran als ATEX-Ausführung. Für ölhaltige Medien empfehlen wir stattdessen NBR oder FKM.

Membranwerkstoffe im Vergleich

Membranwerkstoff Stärken Typische Medien
Santoprene™ (TPV) Abrieb, Standzeit, Preis Säuren, Laugen, Schlämme, Wasser
PTFE nahezu universelle chemische Beständigkeit Lösungsmittel, aggressive Chemikalien
EPDM Heißwasser, Witterung, Kälte verdünnte Säuren und Laugen, Ketone, Alkohole
Nitril (NBR) Öl- und Kraftstoffbeständigkeit Mineralöle, Diesel, Hydrauliköle
FKM hohe Temperaturen, aggressive Medien Kraftstoffe, aromatische Kohlenwasserstoffe, Säuren
Neopren (CR) preiswerter Allrounder nicht aggressive Medien, Wasser, Schlämme
Hytrel® (TPC) Abrieb, Kälteflexibilität abrasive Medien, Öle, Lebensmittel (FDA-Typen)

Welche Membran und welches Gehäuse zu Ihrem Medium passen, zeigt unser Beständigkeitstest. Ersatzmembranen aus EPDM erhalten Sie als Reparatursatz oder als Ersatzteil.

Häufige Fragen zur EPDM-Membran

Ist EPDM ölbeständig?
Nein. EPDM quillt in Mineralölen, Fetten und Kraftstoffen auf und verliert seine Festigkeit. Für ölhaltige Medien eignen sich NBR-, FKM- oder PTFE-Membranen.

Welche Temperaturen verträgt eine EPDM-Membran?
Laut Herstellerangaben etwa -40 °C bis +138 °C. Die zulässige Temperatur der Pumpe hängt zusätzlich vom Gehäusewerkstoff ab.

Wann EPDM statt Santoprene™?
EPDM ist besonders bei Ketonen, Glykolen und höheren Temperaturen die bessere Wahl. Santoprene™ ist dagegen abriebfester und bei Schlämmen oft wirtschaftlicher.

Sie sind unsicher bei der Auswahl? Wenn Sie ein Filtermerkmal nicht kennen, überspringen Sie es einfach. Oder Sie nutzen den Pumpenfinder bzw. fragen unsere Experten.

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Hinweis: Die Angaben zur chemischen Beständigkeit und zu Temperaturbereichen sind allgemeine Richtwerte. Sie beruhen auf Herstellerangaben und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall. Die Beständigkeit hängt von Konzentration, Temperatur, Einwirkdauer und Medienmischung ab. Eine Gewähr für die Eignung im konkreten Anwendungsfall übernehmen wir nicht; im Zweifel beraten wir Sie gerne.

Santoprene™, Hytrel®, Viton™, Teflon™, Nordel™ und Neoprene sind Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier nur zur Bezeichnung des Werkstoffs verwendet. Versa-Matic®, Elima-Matic® und Versamatic® sind Marken der IDEX Corporation.

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